Vor kurzem hatten wir (siehe Testbericht) die Gelegenheit die Totem Element Ember zu testen. Nun durften wir kurze Zeit danach auch den aktuell jüngsten Spross in der Familie testen. Spannend war dabei der mehr oder weniger direkte Vergleich, da uns die Eindrücke der Element Ember noch in sehr guter Erinnerung waren. Um den direkten Vergleich zu ermöglichen, haben wir daher auch die gleiche Playlist (siehe Ende des Artikels) verwendet.

Die Daten (Zweiwege-System, in 5 Zoll Woofer mit 3 Zoll Voice Coil und ein Tweeter mit 1,3 Zoll) sprechen schon einmal für gute Zusammenstellung. Für die sehr gute Verarbeitungsqualität ist die Marke ohnehin bekannt. Die Maße von 16cm x 30cm x 23cm lassen auf eine kompakte Box schließen. Auch hier gilt: hört man die Box ohne sie vorher zu sehen, würde man nie auf die kompakten Ausmaße schließen.

Der Test im Detail

Wie schon erwähnt war die gleiche Playlist wie bei der Element Ember im Einsatz um einen Vergleich zu erlauben.

Zu Beginn des Tests stand die Band Kaleo mit “Way Down We Go” aus dem Album „A/B“. Im Vergleich zur Element Ember zeigt sich die Sky – als Jubiläumslautsprecher zum 30 jährigen Bestehen der Firma – ebenso eine detaillierte, feine Abstimmung für verschiedene Musik-Geschmäcker, der Song ist ein Mix aus Elementen mit warmer kräftiger Stimme – also eher "bluesig" - und schnelleren Passagen die eher „rockig“ sind. Beide Passagen meisterte die Box ohne Probleme. Da die Boxen so gut mit dem Song harmonisierten, beschlossen wir gleich das ganze Album Probezuhören – ein musikalischer Genuss.

Totem Sky
Um ein wenig die Bass-Qualitäten zu testen wählten wir anschließend von Metronomy „The Look“ aus dem Album "The English Riviera". Vibrationen und Resonanzen werden trotz kompakter Bauweise effektiv unterbunden, man ist erneut erstaunt über die Leistung bei solch kleinen Abmessungen. Trotz der kompakten Größe gibt der Hersteller eine untere Grenzfrequenz von 48 Hertz und einen Wirkungsgrad von 87 dB/W/m an.

Um auch die analoge Welt zu Wort kommen zu lassen, legten wir Chris Rea mit „Road To Hell“ aus dem gleichnamigen Album „The Road to Hell and Back“ auf unserem Pro-Ject Plattenspieler auf. Die Boxen fanden bei unseren „analogen“ Testhörern sehr guten Anklang.

Totem Sky
Die Totem Sky kommen mit den diversen Audio-Quellen sehr gut zurecht. Zielpublikum dürften vor allem Personen sein, die das Design ihrer Wohnung nicht komplett den Lautsprechern unterordnen möchten. Durch die kompakte Bauweise und die mögliche Wand-Nähe (die deutlich unter der von Lautsprechern vieler Mitbewerber ist) lassen sich die Boxen problemlos in diverse Zimmer integrieren – und liefern immer noch eine herausragende Klangqualität. Das Design selbst wirkt dabei edel aber nicht zu aufdringlich. Es gilt erneut: Vince Bruzzese, Entwickler und Eigner von Totem Acoustic baut er seit über 25 Jahren Lautsprecher und hat den Ruf perfektionistisch veranlagt zu sein – wir meinen zurecht!
Details gibt es auf der Herstellerseite unter: https://totemacoustic.com/en/sky

Fazit

Die Totem Sky ist sehr kompakt und dennoch im High-End Segment einzuordnen. Die Lautsprecher verhalten sich über weite Frequenzbereiche neutral und sind sehr gut abgestimmt.
Müssten wir uns zwischen den Element Ember und den Sky entscheiden wäre das eine sehr schwere Wahl. In jedem Fall auch ein klares „Like“ von unserer Seite für die Sky laughing.

Test-Team

Im Zentrum unserer Tests steht die Verwendung moderner Technologien. Wir versuchen dadurch dem typischen Verhalten einer technikaffinen Generation zu entsprechen, die schon einmal das Mobiltelefon mit Spotify als Musikquelle verwendet. Aber gerade in diesem Segment gibt es qualitativ hochwertige Aufnahmen oder High Resolution Audio für anspruchsvolle Hörer.
Parallel dazu decken wir auch die analoge Welt ab, indem wir Plattenspielern als Abspielgeräte verwenden, die immer mehr an Popularität gewinnen. In unserem Fundus befinden sich auch noch analoge Geräte wie das revolutionäre Tonbandgerät Revox A77.

Christoph Jungbauer hat durch sein Studium der Informatik und Physik einen naturgemäß eher technischen Zugang zum Thema Lautsprecher. Speziell interessant sind dabei die technischen Neuerungen im Bereich der möglichen Audio-Quellen und auch deren Alltagstauglichkeit. Moderne Systeme müssen sich an die Mobilität ihrer Nutzer anpassen. Die bevorzugten Musikrichtungen sind eher Rock, Soul, Metal, Pop, Folk, … Aber auch ausgewählte Klassikalben sind durchaus dabei. So lange keine Schlager aus den Lautsprechern tönen hört er gerne zu ;-)

Eine detaillierte Tracklist der getesteten Lieder auf Spotify gibt es bei Bedarf gerne zum Nachhören.

Hier eine kleine Auswahl:
Kaleo mit “Way Down We Go” aus dem Album „A/B“
https://open.spotify.com/track/0y1QJc3SJVPKJ1OvFmFqe6

Fink mit „All Cried Out“ aus dem Album „Biscuits For Breakfast”
https://open.spotify.com/track/2nxSE7EreorpMQbWyqdtFV

Metronomy „The Look“ aus dem Album "The English Riviera"
https://open.spotify.com/track/3b4GWSS7QnzRKqH0mEYcFH

Chris Rea mit „Road To Hell“ aus dem Album „The Road to Hell and Back“
https://open.spotify.com/track/3IRg7GJWAq574gJ4KtO7xA

Christoph Jungbauer

 

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