Totem Acoustic hat 2016 den neuen Totem Sky vorgestellt (ein Test dazu folgt). Wir haben das zum Anlass genommen um einen weiteren Lautsprecher dieses Herstellers zu testen, den es schon ein wenig länger am Markt gibt – den Totem Element Ember.

Die Daten (2-Wege Mini Monitor, ¾ Inch Soft Dome Tweeter, Torrent™ 6-Inch Handverbauter Woofer) sprechen schon einmal für gute Zusammenstellung. Für die sehr gute Verarbeitungsqualität ist die Marke ohnehin bekannt. Die Maße von 19cm x 25cm x 35,8cm lassen auf eine kompakte Box schließen, die um etwa ein Drittel kleiner ist als der große Bruder Fire. Hört man die Box jedoch ohne sie vorher zu sehen, dann würde man nie auf die kompakten Ausmaße schließen.

Der Test im Detail

Zu Beginn des Tests stand die Band Kaleo mit “Way Down We Go” aus dem Album „A/B“. Hier zeigte sich gleich die gute Abstimmung für verschiedene Musik-Geschmäcker, der Song ist ein Mix aus Elementen mit warmer kräftiger Stimme – also eher "bluesig" - und schnelleren Passagen die eher „rockig“ sind. Beide Passagen meisterte die Box ohne Probleme. Da die Boxen so gut mit dem Song harmonisierten, beschlossen wir gleich das ganze Album Probezuhören – ein musikalischer Genuss.

Anschließend folgte von Fink mit „All Cried Out“ aus dem Album „Biscuits For Breakfast“ ein Klassiker mit akustischer Gitarre, bei dem wir von einigen Lautsprechern schon enttäuscht wurden. Auch hier kommt der Box der große Dynamik-Umfang zugute, man wähnt sich stellenweise mitten in der Aufnahme direkt neben der Gitarre.

Um ein wenig die Bass-Qualitäten zu testen wählten wir anschließend von Metronomy „The Look“ aus dem Album "The English Riviera". Hier waren wir überrascht wie viel Leistung die Ember aus dem relativ kleinen Gehäuse herausholen kann. Tests mit weiteren eher Bass-lastigen Liedern bestätigten den positiven Eindruck.


Um auch die analoge Welt zu Wort kommen zu lassen, legten wir Chris Rea mit „Road To Hell“ aus dem gleichnamigen Album „The Road to Hell and Back“ auf unserem Pro-Ject Plattenspieler auf. Das Lied besteht im Prinzip aus zwei Teilen, Ende der 80er Jahre konnte man sich auch noch Intros erlauben die mehr als 2 Minuten dauern. Dieses Lied ist ein guter Vertreter der Kategorie „Neues muss nicht immer besser sein“ – es gibt eine 2008 remasterte digitale Version davon, die jedoch in den Ohren der Tester eher als Zumutung wahrgenommen wird. Deshalb waren wir sehr erfreut bei der Schallplatte und der ursprünglichen Fassung einen großen Dynamikumfang festzustellen. Das Lied klang im Vergleich zu anderen Lautsprechern ungewöhnlich sanft – was wir als sehr positiv empfanden, es fand bei den Testhörern sehr guten Anklang.

Zahlreiche weitere Lieder verschiedenster Genres und verschiedenster Zuspieler ergaben in Summe ein sehr rundes Bild. Auch bei qualitativ manchmal eher fragwürdigen Musik-Quellen wie Youtube (es soll ja Leute geben die Musik von da abspielen) taten die Boxen ihr Bestes um die Songs gut klingen zu lassen. Die Lautsprecher kommen mit den diversen Audio-Quellen sehr gut zurecht. Wir sind der Meinung, dass die Box in modernen Haushalten sehr gut aufgehoben ist. Alleine das nicht alltägliche Design macht die Lautsprecher mit ihrem Klavierlack zu einem Hingucker. Ein kurzer Test mit unserem alten Revox Tonbandgerät und Originalaufnahmen eines pensionierten Abtes, der gleichzeitig Musikfan war, brachte uns überhaupt ins Schwärmen. Vince Bruzzese, Entwickler und Eigner von Totem Acoustic baut er seit über 25 Jahren Lautsprecher und hat den Ruf perfektionistisch veranlagt zu sein – wir meinen zurecht!

Ein kleiner Kritikpunkt ist die Verbindung der beiden Bi-Wiring Schraubterminals. Das Teil, dass die beiden Teile ab Werk verbindet schaut eher aus wie wenn MacGyver schnell einmal mit einer Büroklammer ausgeholfen hätte – hier würden wir uns eine etwas hochwertigere Lösung wünschen, auch wenn diese vielleicht nur optische Vorteile hätte.
Details gibt es auf der Herstellerseite unter: https://totemacoustic.com/en/element-ember

Fazit

Die kompakten Abmessungen lassen ein viel schlichteres Klangbild vermuten als es die Totem Element Ember zu leisten vermögen, die Zuhörer werden positiv überrascht. Die Lautsprecher verhalten sich über weite Frequenzbereiche neutral und sind sehr gut abgestimmt. Musikalisch sind diese Lautsprecher erstklassig, das Design hebt sich angenehm von der Masse ab. Eine klares „Like“ von unserer Seite smile.

Test-Team

Im Zentrum unserer Tests steht die Verwendung moderner Technologien. Wir versuchen dadurch dem typischen Verhalten einer technikaffinen Generation zu entsprechen, die schon einmal das Mobiltelefon mit Spotify als Musikquelle verwendet. Aber gerade in diesem Segment gibt es qualitativ hochwertige Aufnahmen oder High Resolution Audio für anspruchsvolle Hörer.
Parallel dazu decken wir auch die analoge Welt ab, indem wir Plattenspielern als Abspielgeräte verwenden, die immer mehr an Popularität gewinnen. In unserem Fundus befinden sich auch noch analoge Geräte wie das revolutionäre Tonbandgerät Revox A77.

Christoph Jungbauer hat durch sein Studium der Informatik und Physik einen naturgemäß eher technischen Zugang zum Thema Lautsprecher. Speziell interessant sind dabei die technischen Neuerungen im Bereich der möglichen Audio-Quellen und auch deren Alltagstauglichkeit. Moderne Systeme müssen sich an die Mobilität ihrer Nutzer anpassen. Die bevorzugten Musikrichtungen sind eher Rock, Soul, Metal, Pop, Folk, … Aber auch ausgewählte Klassikalben sind durchaus dabei. So lange keine Schlager aus den Lautsprechern tönen hört er gerne zu ;-)

Christoph Jungbauer

KaleoFinkChris Rea

Eine detaillierte Tracklist der getesteten Lieder auf Spotify gibt es bei Bedarf gerne zum Nachhören.

Hier eine kleine Auswahl:
Kaleo mit “Way Down We Go” aus dem Album „A/B“ - https://open.spotify.com/track/0y1QJc3SJVPKJ1OvFmFqe6
Fink mit „All Cried Out“ aus dem Album „Biscuits For Breakfast” - https://open.spotify.com/track/2nxSE7EreorpMQbWyqdtFV
Metronomy „The Look“ aus dem Album "The English Riviera" - https://open.spotify.com/track/3b4GWSS7QnzRKqH0mEYcFH
Chris Rea mit „Road To Hell“ aus dem Album „The Road to Hell and Back“ - https://open.spotify.com/track/3IRg7GJWAq574gJ4KtO7xA

 

Newsletter-Anmeldung

Bleiben Sie am Laufenden! Melden Sie sich hier zu unserem Newsletter an:
Erhalten
captcha 
Zum Seitenanfang