Jacques Offenbach, OuvertürenJacques Offenbach

Ouvertüren

Neeme Järvi, Orchestre de la Suisse Romande
Chandos/Note 1 CHSA 5160 SACD (Hybrid) Audiophil

Die Operetten von Offenbach (1819 -1880) haben sich diesseits des Rheins nie so richtig durchgesetzt, und sieht man vom unvollendeten Spätwerk Hofmanns Erzählungen ab, besitzen eigentlich nur die Ouvertüren des Wahlfranzosen aus Köln einen gewissen Unterhaltungswert, weil sie – ähnlich den Ouvertüren von Suppe – effektvoll orchestriert sind und damit auch für audiophil Interessierte was hermachen. Neeme Järvi hat sich dieses Terrain in den letzten Jahren mit unterschiedlichen Orchestern gesichert. Wie einst der selige Eugen Ormandy mit seinen Philadelphians fördert der Järvi-Clanvater ein Feuerwerks-Programm nach dem anderen zutage. Diese Aufnahme aus der Genfer Victoria-Hall enthält alle Evergreens, von der Hofmann-Barcarolle bis zur Schönen Helena, von Orpheus in der Unterwelt bis zum Pariser Leben. Järvi nimmt sich viel Zeit im Orpheus und hetzt dann gegen Ende durch den berühmten Can-Can (wie federnd hat den einst Lorin Maazel dirigiert) – einzige Ausnahme inmitten sonst musikalisch sehr ansprechenden Interpretationen, die klangtechnisch vor allem im differenzierten Bassbereich und in der Räumlichkeit überzeugt. Nahezu jeder Track ist eine HiFi-Demo-Nummer: [2],[6],[7],[10]-[12]. Wieder einmal eine spektakuläre Orchesteraufnahme, die Spaß mit Klangwucht vereint. Ludwig Flich

 

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