Julius Ernst Wilhelm Fucik, OrchesterwerkeJulius Ernst Wilhelm Fucik

Orchesterwerke

Neeme Järvi, Royal Scottish National Orchestra
Chandos/Note 1 CHSA 5158 SACD (Hybrid) Audiophil

Das Coverfoto trifft die Musik auf den Punkt: ein Feuerwerk funkelt über der wunderschönen Burg im altösterreichischen Krumau (heute: Krumlov, Tschechien). Und Julius Fucik war in der k.u.k. Monarchie das, was John Philip Sousa in den USA war: Marschkönig. Der gebürtige Prager (1872 – 1916) begann als Fagottist und lernte u.a. bei Dvorak Komposition und in Krems die Feinheiten der Militärmusik. Als Kapellmeister des Infanterie-Regiments 86 in Sarajewo produzierte er vor allem Märsche und Salonstücke. Er gab Platzkonzerte vor 10.000 Zuhörern in Prag und Berlin, wo er, erst 44jährig, starb. Berühmt wurde er durch den Einzug der Gladiatoren, gefolgt vom Florentiner Marsch und der Polka Der alte Brummbär. Järvi stellt mit seinen Schotten diese Hits und 19 weitere, mitunter magyarisch angehauchte Märsche (er wirkte ja in der ungarischen Reichshälfte der Donaumonarchie) und Walzer vor. Entdeckenswert ist der Marsch The Mississippi River, den Fucik seinem Kollegen Sousa verehrte. Järvi und die Schotten bilden ein gut eingespieltes Team, und bis auf ein, zwei schnelle Walzertempi wirkt die Musik authentisch, wobei sich die effektvolle Aufnahme durch Transparenz und Sauberkeit, bis hin zum gerne eingesetzten Glockenspiel, auszeichnet. Unterhaltsam und Demo-würdig. Ludwig Flich

 

 

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