Antonin Dvořák, Die neune SymphonienAntonin Dvořák

Die neun Symphonien
Klavierkonzert*
Violinkonzert**
Cellokonzert***

Garrick Ohlsson*, Frank Peter Zimmermann**, Alisa Weilerstein***; Jiři Belohlavek, Tschechische Philharmonie
Decca / Universal 478 6757 6 CDs

 1992 revoltierte die Philharmonie gegen ihren Chefdirigenten und ersetzte ihn durch den „Westler“ Gerd Albrecht, der selbst wenige Jahre später unschön abserviert wurde. Dieser Chef war Jiři Belohlavek. Seit 2012 führt er nun wieder „sein“ Orchester. Die heutigen Musiker sind ihm wohl dankbar, weil er sie international von einem Erfolg zu nächsten führt. Belohlavek (nunmehr 68) war u.a. erfolgreich in England tätig, leitete mehrere Orchester und ist eigentlich der letzte große tschechische Dirigent von Weltrang. Er studierte bei Celibidache, und jede dieser CDs lässt hören, dass ihm ausdrucksvolles wie vorwärtstreibendes Musizieren liegt. Wenn bisher Kubelik (DG), Ancerl (Supraphon) oder Kertesz (Decca) als Dvořák-Propheten gelten, so stellt Belohlavek sein virtuoses und zugleich wohlmundendes Menü mit echt böhmischer Musizierlaune und zeitgemäßer Feinnervigkeit zusammen. Von den frühen Symphonien empfehle ich die Vierte (wegen ihrer Brahms-Wagner-Verdi-Atmosphäre), die rhythmisch pulsierende Sechste, jedes der drei Konzerte und natürlich die drei „großen“ Symphonien Nr. 7 bis 9. Die Live-Aufnahmen aus dem Prager Rudolfinum ermöglichen eine realistische Breitwand-Sicht und geben die Orchesterdynamik, Klangfarben und Details ansprechend wieder. Rundum erfreulich und entdeckenswert! Ludwig Flich

 

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